Elterngeld

Wer bekommt Elterngeld? Anspruch auf Elterngeld haben Mütter und Väter, die ihre Kinder nach der Geburt selbst betreuen und erziehen, nicht mehr als 30 Stunden in der Woche erwerbstätig sind, mit ihren Kindern in einem Haushalt leben und einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben. Auch Ehe- oder Lebenspartnerinnen und -partner, die das Kind betreuen, können Elterngeld beziehen. Auszubildende und Studierende erhalten Elterngeld. Die Ausbildung muss nicht unterbrochen werden! Der Bezug von Elterngeld ist nicht abhängig davon, ob und in welcher Form der Elternteil, der es beantragt, vor der Geburt gearbeitet hat.

 

Wie hoch ist das Elterngeld? Erwerbstätige Eltern, die ihr Berufsleben unterbrechen oder ihre Tätigkeit auf höchstens 30 Stunden reduzieren, erhalten eine Elterngeldleistung in Höhe von mindestens 67% des maßgeblichen Nettoeinkommens, höchstens jedoch 1800 €, mindestens 300 €. Dazu wird zunächst das durchschnittliche, monatliche Bruttoeinkommen ermittelt. Davon werden dann in einem vereinfachten Verfahren Steuern und Sozialabgaben abgezogen. Gering verdienende Eltern erhalten ein erhöhtes Elterngeld. 

 

Wie lange bekommt man Elterngeld? Elterngeld kann in den ersten 14 Lebensmonaten des Kindes in Anspruch genommen werden. Ein Elternteil kann höchstens für 12 Monate Elterngeld beantragen. Der Partner kann 2 weitere Monate beantragen. Die Eltern können sich auch die 14 Monate teilen, so dass jeder Elternteil 7 Monate Elterngeld beziehen kann. Alleinerziehende erhalten die vollen 14 Monate Elterngeld. Das Bundeskabinett hat am 7. Juli 2010 für das Jahr 2011 beschlossen, dass das Elterngeld zukünftig im SGB II angerechnet und im oberen Segment des Eltergeldbezuges die Ersatzrate von 67% auf 65% gesenkt werden.

 

ElterngeldPlus: zu allen bestehenden Elternförderungen gibt es nun auch ElterngeldPlus. Dies ist vorallem für Eltern interessant, welche früher wieder in den Beruf zurückkehren möchten. Es berechnet sich wie Elterngeld, beträgt aber maximal die Hälfte des Elterngeldbetrages, der Eltern ohne Teilzeiteinkommen nach der Geburt ihres Kindes zustünde. Dafür wird für den doppelten Zeitraum gezahlt: 1 Elterngeld Monat = 2 ElterngeldPlus Monate. Damit profitieren Eltern vom ElterngeldPlus auch über den 14. Lebensmonat ihres Kindes hinaus und gewinnen mehr Zeit für sich und ihr Kind.

 

Partnerschaftsbonus: eine partnerschaftliche Aufteilung von Familie und Beruf wird mit vier zusätzlichen ElterngeldPlus Monaten pro Elternteil unterstützt, wenn beide Eltern in vier aufeinanderfolgenden Monaten gleichzeitig 25-30 Wochenstunden arbeiten. In gleicher Weise werden auch Alleinerziehende gefördert: arbeiten Sie in vier aufeinanderfolgenden Monaten in Teilzeit zwischen 25-30 Wochenstunden, erhalten Sie vier zusätzliche ElterngeldPlus Monate.

 

Rechenbeispiele und ausführliche Informationen gibt es in der neuen Broschüre: "ElterngeldPlus mit Partnerschaftsbonus und einer flexiblen Elternzeit", herausgegeben vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

 Nähere Infos unter: www.bmfsfj.de

Zuständig:

Elterngeld muss schriftlich beantragt werden bei der L-Bank, Landeskreditbank Baden-Württemberg, 76113 Karlsruhe

Antragsformulare gibt es in den Gemeindeverwaltungen, bei den Krankenkassen und in Krankenhäusern.